Alexandra Ehmke Coaching

Wie es sich für beide Seiten anfühlt

Eine Trennung ist für beide belastend, für die Person, die verlassen wird, und für die Person, die sich trennt. Nur selten trennen sich beide einvernehmlich oder ergreift eine Seite die Initiative und die andere stimmt dann auch innerlich zu.

Die Person, die verlassen wird, fühlt sich oft verletzt, traurig, ist wütend, enttäuscht, hat Angst vor der Zukunft, weiß nicht, wie es weitergehen soll, fühlt eine große Leere in sich. Die Person, die geht, fühlt sich oft ebenfalls enttäuscht, verwirrt von widerstreitenden Gefühlen und vielleicht auch verzweifelt, hat eine Idee, wie es weitergehen könnte, vielleicht eine neue Liebe begonnen, aber auch Schuldgefühle.

Oft kommen im Trennungsprozess beide an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Vielleicht reden sie zum ersten Mal wirklich offen miteinander, schöpfen neue Hoffnung, die wieder enttäuscht wird, müssen verletzende Wort aushalten und verpasste Chancen erkennen. Sie kämpfen darum, den anderen zu halten oder aber den Trennungswunsch trotz der neu entstandenen Nähe aufrechtzuerhalten. All das, was aufgrund der Trennung geregelt werden muss, erscheint für beide wie eine übergroße Herausforderung, besonders wenn sie viele Jahre zusammengelebt haben und nicht nur Gefühle, sondern auch Materielles zusammengewachsen ist. Und neben all dem läuft der Alltag mit seinen Verpflichtungen weiter, fordert Aufmerksamkeit und Engagement.

Eine Trennung gehört zu den großen Lebenskrisen. Es gibt nicht den einen, richtigen Weg, wie sie am besten gestaltet und bewältigt werden kann. Sie kann eine Chance sein, aber erst einmal tut sie weh, löst eine Flut an Gedanken und Gefühlen aus und keiner von beiden weiß wirklich, wie das Leben anschließend aussehen wird. Mit gemeinsamen Kindern erscheint alles noch viel komplizierter.