Alexandra Ehmke Coaching

Was jetzt?

Es ist sehr verletzend und verunsichernd, von der Person verlassen zu werden, der man jahrelang vertraut hat, an die man sich immer noch gebunden fühlt, mit der man Zukunft geplant und Schönes erlebt hat. Manchmal kommt es ganz plötzlich zur Trennung, ohne Vorankündigung, manchmal stand die Trennung schon öfter im Raum oder hätte sich erahnen lassen.

Mit dem Trennungswunsch des anderen konfrontiert zu werden, kann sich anfühlen, als werde die eigene Existenz vernichtet, als gäbe es kein Morgen mehr. Gefühle von Hilflosigkeit, Verzweiflung und Trauer können in Ärger und sogar Wut umschlagen, wenn sie nicht mehr auszuhalten sind. Und dann wird es schwer, den Trennungsprozess gut zu gestalten, zum Beispiel für das gemeinsame Kind.

Die verlassene Person steht vor einer großen Herausforderung. Wenn sich herausstellt, dass die Trennungsabsicht bestehen bleibt, geht es irgendwann darum, die Trennung zu akzeptieren. Auch wenn sich im Inneren alles dagegen sträubt. Liebe, Loyalität und echte Nähe kann nicht erzwungen werden.

Die Erinnerung an die Zeit, als die Beziehung noch nicht bestand, kann helfen. Wie bin ich damals durchs Leben gegangen? Was war mir wichtig? Was habe ich alles gemeistert? Welche Kräfte sind in mir nach wie vor vorhanden?

Trauer, Verletzung und Angst dürfen da sein. Sie lassen sich nicht wegargumentieren. Es lassen sich aber Freiräume schaffen, in denen die Gedanken in eine positive Richtung wandern können. Das klappt am besten bei Beschäftigungen, die Freude machen. Sich mit Freunden treffen, denen man sich nah fühlt und von denen man weiß, dass sie verstehen, was gerade los ist. Einen Spaziergang in der Natur machen und bewusst wahrnehmen, was sich den Sinnen bietet. Sich beim Sport auspowern und von den dabei ausgeschütteten Glückshormonen getragen werden. Oder einfach nur zuhause Musik hören, dabei einen Tee oder ein Glas Wein trinken und die Ruhe genießen.

Es kann einige Zeit dauern, bevor der Schmerz etwas nachlässt. Momente, die sich gut anfühlen, können jedoch die Zuversicht stärken, dass es irgendwann auch wieder anders sein wird, dass sich das Leben irgendwann wieder leichter anfühlen wird und es immer noch vieles gibt, was sich zu entdecken lohnt. Räume, die frei werden, fühlen sich erst einmal leer an. Sie bieten aber auch Platz für Neues, das sich darin nach und nach entfalten kann.

Professionelle Unterstützung in Form einer Beratung, Therapie oder eines Coachings kann dabei helfen, negative Gefühle zu verarbeiten und eine neue Perspektive zu entwickeln. Professionelle Unterstützung ist besonders wichtig, wenn der Alltag nach einer Trennung kaum mehr zu bewältigen ist und sogar Zweifel daran aufkommen, dass das Leben noch lebenswert ist. Eine solche Erschütterung muss nicht allein bewältigt werden.